Lyrik
Adschib
Angenommen,
ein Geschichtenerzähler wär‘ ich
und böte der Angst meine Stirn,
ein Bettelmönch der Liebe wär ich,
ein Überbringer der Liebe
für hoffnungslose Herzen.
Ich jedoch sehe grausame Bilder
und weine über mein Land.
Meine Augen weilen in Blicken,
um nicht ins Elend zu sinken.
Ich sehe Kinder mit ihren Gesichtern
die Finsternis erhellen.
Ich höre sie lachen,
bin voller Zuversicht.
Sie singen ein Trauerlied
und schweigsam wird mein Mund.
Ich sehe Spuren an verlass’ner Stätte
Hand in Hand,
Schulter an Schulter,
bin ich ein Haus voller Frieden.
In meiner Mitte steht ein Brunnen,
dessen Wasser wegspült alle Leiden
und Blumen duften,
Kamille, Rose, Levkoje und Myrte.
Im wolkenlosen Blau bin
ich ein Endloser.
Ich bin ein sanfter Wind,
flüstere einen Liebesruf,
fange alle Flüche ab,
werde voller Schönheit,
werde eins.
Seite an Seite
gieße ich meine Tränen aus
in einem Meer von Tausend
strebe ich nach Asyl.
Angenommen,
ein Geschichtenerzähler wär‘ ich
und böte der Angst meine Stirn,
ein Bettelmönch der Liebe wär ich,
ein Überbringer der Liebe
für hoffnungslose Herzen.
Ich jedoch sehe grausame Bilder
und weine über mein Land.
Meine Augen weilen in Blicken,
um nicht ins Elend zu sinken.
Ich sehe Kinder mit ihren Gesichtern
die Finsternis erhellen.
Ich höre sie lachen,
bin voller Zuversicht.
Sie singen ein Trauerlied
und schweigsam wird mein Mund.
Ich sehe Spuren an verlass’ner Stätte
Hand in Hand,
Schulter an Schulter,
bin ich ein Haus voller Frieden.
In meiner Mitte steht ein Brunnen,
dessen Wasser wegspült alle Leiden
und Blumen duften,
Kamille, Rose, Levkoje und Myrte.
Im wolkenlosen Blau bin
ich ein Endloser.
Ich bin ein sanfter Wind,
flüstere einen Liebesruf,
fange alle Flüche ab,
werde voller Schönheit,
werde eins.
Seite an Seite
gieße ich meine Tränen aus
in einem Meer von Tausend
strebe ich nach Asyl.
(Dieses Gedicht wurde 2015 veröffentlicht in der Anthologie "TrümmerSeele",
einer Lyrik-Sammlung zur Unterstützung von Geflüchteten)